Flexdruck — Folie, die zum Stoff wird
Beim Flexdruck wird kein Bild aufgedruckt, sondern eine dünne Folie in die Form des Motivs geschnitten, von Hand entgittert und mit Hitze in den Stoff gepresst. Das Ergebnis ist eine samtig matte Fläche mit sauberen Kanten — und ein Druck, der Waschmaschinen erstaunlich gelassen nimmt.
Wie es funktioniert
Ein Schneideplotter fährt die Konturen des Motivs mit einem Messer nach — er schneidet nur die Folie, nicht das Trägerpapier darunter. Danach wird alles weggezupft, was nicht zum Motiv gehört. Das nennt sich Entgittern und ist der Teil, bei dem sich zeigt, ob ein Design gut vorbereitet wurde.
Anschließend kommt die Folie unter eine beheizte Presse. Der Kleber auf ihrer Rückseite verbindet sich mit den Fasern, das Trägerpapier wird abgezogen — fertig. Deshalb sind unsere Motive für dieses Verfahren bewusst reduziert: geschlossene Formen, klare Kanten, ein bis drei Farben.
Was das im Alltag bedeutet
- Er hält. Richtig verarbeitet übersteht Flexdruck problemlos 50 Wäschen und mehr.
- Die Farbe bleibt satt. Die Folie ist durchgefärbt — sie kann nicht ausbleichen wie eine dünn aufgetragene Farbschicht.
- Er geht auf dunklen Stoff. Das ist der große Unterschied zur Sublimation: Weiß und helle Töne sind auf Schwarz, Grün oder Rot problemlos möglich.
- Er geht auf Baumwolle. Kein Polyester nötig — diese Shirts sind aus 100 % Baumwolle.
- Klare Kanten. Weil geschnitten und nicht gedruckt wird, sind Konturen exakt. Kein Raster, kein weicher Rand.
Wo die Grenzen liegen
Ehrlich ist ehrlicher als Hochglanz — Flexdruck kann nicht alles:
- Keine Fotos, keine Verläufe. Jede Farbe ist eine eigene Folienlage, die geschnitten werden muss. Fotorealistische Motive sind damit nicht machbar — dafür gibt es Sublimation.
- Man spürt ihn. Die Folie liegt auf dem Stoff, nicht darin. Bei großen Flächen merkt man das mit der Hand — bei Schrift und Silhouetten kaum.
- Feine Details werden schwierig. Was schmaler als ein Millimeter ist, lässt sich kaum noch entgittern. Deshalb sind unsere Flexmotive typografisch und flächig aufgebaut.
Sublimation oder Flexdruck?
Beides gibt es bei uns. Die kurze Entscheidungshilfe:
| Sublimation | Flexdruck | |
|---|---|---|
| Stoff | Polyester, hell | Baumwolle, jede Farbe |
| Motive | fotorealistisch, unbegrenzt viele Farben | grafisch, ein bis drei Farben |
| Griff | nicht spürbar | samtig, leicht spürbar |
| Dunkle Shirts | nein | ja |
Waschen und pflegen
- Auf links drehen, bei 30 bis 40 Grad waschen.
- Nicht auf den Druck bügeln. Wenn überhaupt, dann von links und auf niedriger Stufe — direkte Hitze verformt die Folie.
- Kein Weichspüler, kein Bleichmittel.
- Trockner möglichst meiden. An der Luft trocknen hält deutlich länger.
- Nicht chemisch reinigen.
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